Tue 20 Sep 2005
Nachdem mir mein Lieblingsbruder und stolzer Vater einer wunderhuebschen Tochter
mein “defektes” Weblog behoben hat, kann ich nun endlich einige meiner Erlebnisse (fast) in Echtzeit posten.
Ich habe einiges nachzuholen und werde im Laufe der Zeit, und sofern es die Moeglichkeiten vor Ort (Internet Cafe) erlauben, die Geschehnisse der vergangenen Wochen niederschreiben.
Aber jetzt zuerst die aktuellen Informationen, auf die die Welt gewartet hat. Wo bin ich und was mache ich?
Ich bin am vergangenen Sonntag in Syros, der Hauptinsel der Kykladen angekommen und werde hier 4 Tage verbringen um danach mit der Faehre weiter nach Santorini zu fahren. Mich zieht es in den Sueden, dort wo die Sonne auch im Oktober noch scheint und das Meer halbwegs annehmbare Temperaturen bietet. Syros ist eine unspektakulaere Insel, der man ansieht, dass sie nicht vom Tourismus abhaengt. Ich habe ein nettes Zimmer in Ano Syros, der alten Hauptstadt der Insel und kann, wenn ich mich weeeeiiit aus dem Fenster lehne das Meer sehen.
Besonders viel Landschaft gibt es hier nicht zu sehen, keine Berge, keine Waelder, keine riesigen Klippen. Also habe ich mich mit dem Motorrad aufgemacht, um die schoensten Straende zu finden. Nach einer Rundfahrt ueber die ganze Insel, die circa zwei Stunden gedauert hat, hat Komito an der Suedkueste gewonnen und so war dort ein angenehmer Nachmittag bei sengender Hitze am Sandstrand angesagt. Nach einem fuer griechische Verhaeltnisse fruehen Dinner um sechs Uhr abends habe ich mich wieder auf meine 600er Kawasaki
geschwungen und bin mit einem Affenzahn heimgedonnert. Ich sollte vielleicht erwaehnen, dass ich hier in Griechenland dem Schnellfahren froehne - gaenzlich untypisch fuer meinen sonst so besonnenen Charakter. Da ich eigentlich nur einen kurzen Ausflug machen wollte, habe ich den Helm zu Hause gelassen und bin unbehelmt unterwegs gewesen. Das hat den Polizisten, an denen ich drei Kurven vor der Hauptstadt vorbeigedonnert bin nicht so gut gefallen. Na ja, ein zerknirschtes Gesicht gemacht, den Strafzettel kassiert und hoch und heilig versprochen, dass das nie wieder vorkommt. So viel Polizei wie hier habe ich noch auf keiner Insel gesehen! Und ich habe danach bemerkt, dass fast jeder einen Helm traegt - hier wird anscheinend scharf kontrolliert…